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Sexuelle Belästigung der Lehrperson

Lehrer und Lehrerinnen sind im schulischen Alltag vielen Belastungen ausgesetzt und stehen daher unter einem immensen Druck. Jeden Tag aufs Neue müssen sie ihre Schüler motivieren, auf deren Bedürfnisse eingehen und gleichzeitig die Vorgaben des Lehrplans berücksichtigen. Als Autoritätspersonen sind Lehrer zudem in gewisser Hinsicht für das Sozial-Klima innerhalb der Klasse verantwortlich und müssen dafür Sorge tragen, dass in der Schule ein adäquates Lernumfeld besteht. In der Praxis ist dies jedoch alles andere als einfach, denn viele Schüler besuchen die Schule nur widerwillig und machen ihrem Unmut während des Unterrichts Luft.

In gewisser Hinsicht ist die Schule ein Spiegel der Gesellschaft, denn hier treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander. Daher bleiben auch Konflikte nicht aus, die teilweise zu massiven Aggressionen und Gewalt führen. In den meisten Fällen werden Klassenkameraden Opfer aggressiver Schüler und haben mitunter immer wieder unter deren Attacken zu leiden. In den vergangenen Jahren ist Mobbing in der Schule zu einem zunehmenden Problem geworden, das das Lehrpersonal fordert. Demnach besteht die zentrale Aufgabe der Lehrer nicht nur in der Wissensvermittlung, denn durch das Verhindern von Gewalt werden ebenfalls die sozialen Kompetenzen der Schüler geschult. Folglich ist es für Opfer und Täter von immenser Wichtigkeit, dass der Teufelskreis der Gewalt möglichst schnell durchbrochen wird.

Lehrer als Opfer

Gewalttätige Schüler überschreiten in manchen Fällen eine Grenze und wählen ein Mitglied des Lehrer-Kollegiums als Opfer aus. So werden Lehrpersonen auch immer wieder Opfer sexueller Belästigungen durch Schüler. Die Schüler vergreifen sich dann also nicht an ihren Klassenkameraden, sondern schikanieren die Lehrperson. Solche sexuellen Belästigungen bestehen beispielsweise in Handy-Videos, Beleidigungen oder auch Berührungen. Da es sich bei einem Lehrer um eine Autoritätsperson handelt, ist diese Form der Gewalt besonders respektlos. Der Täter lässt seine Gewaltfantasien nicht nur an einer anderen Person aus, sondern zeigt gleichzeitig die Verletzbarkeit der Lehrperson und erweist sich dieser gegenüber als absolut respektlos.

Lehrer, die Opfer sexueller Belästigungen durch ihre Schüler werden, schämen sich häufig hierfür, schließlich müssten sie als Autoritätspersonen eigentlich in der Lage dazu sein, sich den Übergriffen zu widersetzen. Zudem müssen sie die Klasse natürlich auch unterrichten, was hierdurch erheblich erschwert wird. Um den Respekt der Schüler wieder zu erlangen und nicht vollkommen missachtet zu werden, dürfen sich Lehrer ihrem Schicksal keinesfalls ergeben, sondern stattdessen handeln. Indem sie ihre Vorgesetzten informieren und auch das Gespräch mit den Eltern suchen, werden für den betreffenden Schüler die Konsequenzen seines Verhaltens deutlich. Falls keine Verbesserung eintritt und die sexuellen Belästigungen gegenüber der Lehrperson kein Ende finden, ist oft ein Schulverweis die einzige Lösung.

Lehrer als Täter

In den meisten Fällen werden Schüler Opfer von Gewalt in der Schule. Aggressive Mitschüler suchen ein schwächeres Opfer, um dieses zu schikanieren und zu quälen. Manchmal kommt es jedoch auch vor, dass Lehrer ihren eigenen Schülern gegenüber zum Täter werden. So kommt es mitunter zu sexuellen Belästigungen durch die Lehrperson. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich hierbei um eine Autoritätsperson handelt, ist diese Form der Gewalt besonders schwerwiegend, schließlich sollten Lehrer als Vertrauenspersonen dienen und Ansprechpartner für Schüler sein.

Teilweise setzen entsprechend veranlagte Lehrer Schüler auch massiv unter Druck und sorgen so für ein Klima der Angst. Die betroffenen Schüler schweigen aus Scham und fürchten gleichzeitig, dass ihre Noten leiden würden, falls sie sich gegen den Lehrer stellen würden. Gleichzeitig besteht ebenfalls die Angst, dass dem Kind nicht geglaubt wird. Dennoch sollten betroffene Schüler auf keinen Fall schweigen und sich ihren Eltern oder einer anderen Person anvertrauen, denn nur so kann den Belästigungen ein Ende bereitet werden.

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