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Mobbing durch körperliche Gewalt

Wenn viele Menschen zusammenkommen, kommt es immer wieder zu Gruppenbildung. Im Zuge dessen entstehen auch immer wieder Konflikte und Schwierigkeiten. Hieraus entwickelt sich dann oftmals Gewalt, indem sich Gewalttätige zusammenfinden und sich an Schwächeren vergreifen. In der Schule ist dies nicht anders, sodass Gewalt in der Schule nach wie vor ein großes Thema ist. Gewalttätige Schüler leben ihre Aggressionen in der Schule aus und lassen schwächere Mitschüler ihre körperliche Überlegenheit spüren.

Gewalt in der Schule

In Anbetracht der Tatsache, dass vor allem Jugendliche oftmals besonders gewaltbereit sind, wobei dies selbstverständlich nur für eine Minderheit gilt, ist es nicht verwunderlich, dass Gewalt in der Schule seit jeher ein Problem ist. Während im Unterricht der Lehrer als Autoritätsperson für Ordnung sorgt, kommt es in unbeobachteten Momenten immer wieder zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Schülern.

Häufig wissen sich die betreffenden Schüler keinen anderen Ausweg und versuchen, ihre Konflikte mithilfe von Gewalt zu lösen. Durch Maßregelungen der Lehrer und anderer Autoritätspersonen lernen sie dann, dass Gewalt kein adäquates Mittel ist, um Probleme zu lösen. Folglich ist die Schule nicht nur in fachlicher, sondern auch in menschlicher Hinsicht von großer Bedeutung und regt die Schüler auf allen Ebenen zum Lernen an.

Manchmal kommt es aber vor, dass Schüler eine hohe Aggression an den Tag legen und ihre Mitschüler aus Lust oder als Zeitvertreib drangsalieren. Oftmals suchen sich gewalttätige Schüler ein Opfer aus, das sie immer wieder verprügeln und bedrohen. In einem solchen Fall spricht man vom Mobbing. Der Begriff leitet sich vom englischen „to mob“ ab, was im Deutschen mit pöbeln oder randalieren übersetzt werden kann. Häufig wird ein Schüler nicht nur durch einen einzigen Mitschüler, sondern durch eine ganze Gruppe gemobbt. Auf diese Art und Weise hat das Opfer keinerlei Chance, sich zu behaupten und muss die körperliche Gewalt über sich ergehen lassen.

In der konkreten Situation mag dies vielleicht stimmen, doch später sollten sich betroffene Schüler unbedingt an eine Vertrauensperson wenden und zum Beispiel bei den Eltern oder den Lehrern um Hilfe bitten. Die Opfer müssen ihre Scham und Angst überwinden, um dem Mobbing ein Ende zu bereiten und dafür sorgen, dass die gewalttätigen Schüler die Konsequenzen ihres Verhaltens zu spüren bekommen. Häufig besteht diesbezüglich eine große Hemmschwelle, da sich betroffene Schüler schämen, Mobbing-Opfer geworden zu sein und zudem die Rache der Täter fürchten.

Abgesehen von direkter körperlicher Gewalt, wie zum Beispiel Prügel-Attacken, kann das physische Mobbing noch weitere Formen annehmen. So vergreifen sich die Täter in der Regel auch am Eigentum des Opfers und nehmen im Zuge dessen Diebstähle und Sachbeschädigungen vor. Auch Nötigungen und Erpressungen sind Varianten solcher Gewalt. In den meisten Fällen findet ein derartiges Mobbing nicht direkt in der Schule statt, sondern eher außerhalb der Reichweite von Autoritätspersonen. Betroffene werden daher beispielsweise auf dem Schulweg angegangen oder an der Bushaltestelle belästigt. Solche Belästigungen können in Form von Schlägen, Beschädigungen der Kleidung oder auch sexuellen Übergriffen stattfinden.

Verlauf des gewalttätigen Mobbings

Mobbing beginnt häufig mehr oder weniger zufällig und entsteht aus einem Konflikt oder Meinungsverschiedenheiten. Schüler, die ohnehin zu Aggressionen neigen und gewaltbereit sind, suchen sich einen Sündenbock, bei dem es sich für gewöhnlich um einen Außenseiter handelt. Das Opfer lässt sich durch die Drohungen und körperliche Gewalt einschüchtern und wird für den Täter so zu einem immer leichteren Mobbing-Opfer. Ein Ausweg aus diesem Teufelskreis gibt es häufig erst dann, wenn ein Außenstehender eingreift und der Gewalt ein Ende bereitet. Findet keine solche Einmischung statt, ist das Opfer weiterhin der Gewalt ausgesetzt, bis es zu einem psychischen Zusammenbruch kommt. In besonders schweren Fällen kann dies sogar zum Selbstmord des Opfers führen. Außerdem besteht natürlich die Gefahr, dass der Betroffene nicht nur psychisch Schaden nimmt, sondern auch körperliche Beeinträchtigungen durch die Gewalt erfährt.

Solange das Opfer den Teufelskreis nicht von selbst durchbricht oder Unterstützung von Dritten erhält, wird der Täter weiter mobben und hierbei immer aggressiver vorgehen. Folglich trägt das Opfer auch immer schwerere Verletzungen davon und findet sich mitunter im Krankenhaus wieder.

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