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Mobbing – Auswirkungen auf den Schüler

Wird ein Schüler Opfer von Mobbing, hat dies stets massive Auswirkungen auf ihn und beeinflusst mitunter dessen gesamten Lebensweg. Kinder und Jugendliche befinden sich noch inmitten des Entwicklungsprozesses und leiden daher besonders stark unter Mobbing-Attacken. Nichtsdestotrotz haben Ausgrenzungen, körperliche Übergriffe und verbale Attacken auch für Erwachsene, die beispielsweise am Arbeitsplatz Opfer von Mobbing werden, gravierende Folgen.

Unabhängig davon, ob das Mobbing mit körperlicher Gewalt einhergeht oder nicht, sind die psychischen Folgen besonders schwerwiegend. Verletzungen und Wunden verheilen in der Regel recht schnell wieder, sofern eine adäquate Behandlung stattfindet, aber die Verletzungen der Seele bleiben oftmals ein Leben lang.

So hat das Mobbing für gewöhnlich in erster Linie psychische Schädigungen zur Folge, die sich beispielsweise durch eine nahezu gänzliche Zerstörung des Selbstbewusstseins äußern. Der betroffene Schüler hat demnach hauptsächlich mental unter dem Mobbing zu leiden und gibt sich mitunter selbst die Schuld dafür. Selbstzweifel setzen sich somit in der Psyche des Opfers fest und nagen beständig an dessen Selbstbewusstsein. Aus diesem Grund ziehen sich viele Mobbing-Opfer zurück und geben ihre sozialen Kontakte auf. Die Angst vor weiteren Mobbing-Attacken setzt Betroffenen ebenfalls zu und löst häufig psychosomatische Reaktionen aus. Schlafstörungen, unbestimmte Bauchschmerzen oder Essstörungen sind hierbei häufige Symptome.

Schüler, die von ihren Mitschülern gemobbt werden, leiden in der Regel unter einer verminderten Konzentrationsfähigkeit, sodass ein Leistungsrückgang fast unvermeidlich ist. Zudem wollen sie die Stress-Situationen oft möglichst vermeiden und schwänzen die Schule beziehungsweise täuschen Krankheiten vor, um nicht in die Schule zu müssen. In einigen Fällen entwickeln sich Depressionen, die teilweise ein Leben lang bleiben und im schlimmsten Fall sogar zu einem Suizidversuch führen. Gelingt der Suizidversuch, kann das Mobbing also auch zum Tod des Opfers führen.

Langzeitfolgen von Mobbing

Aber auch wenn das Mobbing nicht zum Selbstmord führt, sind die Auswirkungen auf das Opfer gravierend und beeinflussen den künftigen Lebensweg des betroffenen Schülers erheblich. Während des Mobbings sind psychosomatische Reaktionen die häufigste Folge, aber auch lange nachdem das Mobbing ein Ende gefunden hat, leiden die Opfer noch immer. So haben Menschen, die als Schüler zum Mobbing-Opfer wurden, häufig ein Leben lang Probleme, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Die Tatsache, dass lange niemand eingegriffen hat und die Mitschüler schweigend zugesehen haben, ist dann dafür verantwortlich, dass Betroffene keinen Halt in der Gesellschaft finden und sich in Gemeinschaften nicht mehr integrieren können.

Abgesehen von einer mangelhaften Ausprägung sozialer Kompetenzen sind auch schlechtere Schulnoten eine Folge von Mobbing. Konzentrationsschwierigkeiten und Ängste sorgen nicht selten dafür, dass Mobbing-Opfer die Schule abbrechen oder zumindest einen deutlich schlechteren Schulabschluss erzielen. Langfristig hat dies natürlich auch Auswirkungen auf den beruflichen Werdegang des Betroffenen.

Auswirkungen für den mobbenden Schüler

Betrachtet man die Auswirkungen des Mobbings, stehen selbstverständlich die Folgen für das Opfer im Vordergrund. Ohne eigenes Verschulden leidet der betreffende Schüler dauerhaft unter dem Mobbing und hat dadurch teilweise ein Leben lang psychische Probleme. Das Mobbing wirkt sich aber auch auf den mobbenden Schüler aus. Dieser verfügt für gewöhnlich über eine erhöhte Aggression und lernt während seiner Schulzeit, dass er diese an schwächeren Personen ausleben kann. Sofern nicht frühzeitig eingegriffen wird und drastische Konsequenzen erfolgen, behält der mobbende Schüler dieses Verhalten bei und sieht hierin eine gute Strategie, das gewünschte Ziel zu erreichen. Im Erwachsenenalter schlagen diese dann häufig eine kriminelle Laufbahn ein.

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