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Nachhilfe geben – Planung und Umsetzung

Sehr viele Schüler benötigten etwas Unterstützung beim Lernen. Und hier kann ein Nachhilfelehrer sehr hilfreich sein, der den Stoff aus der Schule noch einmal in Ruhe erklärt. Grundsätzlich kann Nachhilfeunterricht einzeln oder in Gruppen stattfinden. Es besteht die Möglichkeit, diesen privat anzubieten oder sich bei einer speziellen Einrichtung zu bewerben. Damit der Unterricht erfolgreich verläuft, sollten die folgenden Tipps beherzigt werden.

Einzel- oder Gruppenunterricht?

Wenn lediglich einem einzelnen Schüler Nachhilfe gegeben wird, kann dieser gezielter gefördert werden. Der Lehrer kann schneller seine Schwächen erkennen und gezielt auf diese eingehen. Allerdings werden mehrere Schüler benötigt, um ausreichend an dem Nachhilfeunterricht zu verdienen. Gruppenunterrichte haben den Vorteil, dass gleich mehrere Teilnehmer zur gleichen Zeit anwesend sind. Dadurch kann deutlich schneller Geld verdient werden. Allerdings kann nicht so gezielt auf jeden einzelnen Schüler eingegangen werden wie beim Einzelunterricht. Zudem werden ein größerer Raum und dementsprechend auch mehr Stühle und Tische benötigt. Daher macht es Sinn, die Stunden in einem Nachhilfeinstitut stattfinden zu lassen.

Wie viel Geld kann für Nachhilfeunterricht verlangt werden?

Welcher Lohn für das Geben von Nachhilfeunterricht verlangt werden kann, hängt unter anderem von der Ausbildung des Lehrers ab. Ein ausgebildeter Lehrer etwas kann ohne Probleme 20 bis 30 Euro für seine Dienste verlangen. Studenten und Schüler, die anderen Schülern Nachhilfe anbieten, verdienen dagegen nur zwischen 5 und 20 Euro in der Stunde. Am besten kann verdient werden, wenn die Fächer Mathematik, Französisch, Deutsch oder Naturwissenschaften angeboten werden. Denn bei diesen ist der Bedarf an Nachhilfelehrern zumeist sehr hoch.

Gut auf die Stunde vorbereiten

Ein Nachhilfeunterricht sollte stets gut vorbereitet werden. Denn je nachdem, wie sich die schulischen Leistungen des Schülers verbessern, umso höher kann die Bezahlung ausfallen. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit an, mit den Eltern einen Erfolgsabhängigen Bonus zu vereinbaren bei erreichen von definierten Zielen. Zudem sind umfangreiche Kenntnisse in den jeweiligen Fächern von Vorteil, um alle eventuell gestellten Fragen beantworten zu können. Und wenn die Stärken und Schwächen des Schülers erkannt wurden, kann die nächste Stunde besser geplant werden.

Das Nachhilfepensum

Grundsätzlich sollte das Nachhilfepensum an die jeweilige Konzentrationsfähigkeit des Schülers angepasst werden. Die Stunden können ein bis zwei Mal in der Woche oder auch als Block in den Ferien stattfinden. Wichtig ist, dass den Schülern beigebracht wird, wie sie später alleine effektiv lernen können. Hierfür sollte der Lehrer ihnen bereits am Anfang leicht verständliche Regelblätter geben, auf denen zum Beispiel die benötigten Formeln von Mathematik oder Physik oder auch die Grammatik-Regeln von Sprachen befinden. Wenn die Schüler dann das nächste Mal alleine lernen und nicht weiter wissen, können sie den Zettel als Hilfestellung nutzen.

Die Lernmotivation steigern

Viele Schüler gehen nur widerwillig zum Nachhilfeunterricht, da sie am Nachmittag sicherlich lieber etwas mit ihren Freunden unternehmen würden. Daher ist es sehr wichtig ihnen dabei zu helfen, die Lernmotivation zu steigern. Somit spielt neben guten Kenntnissen in dem jeweiligen Fach und einer guten Vorbereitung auch die zwischenmenschliche Komponente eine Rolle. Hierzu gehört eben auch, dass dem Schüler gezeigt wird, wie er seine schulischen Leistungen verbessern kann. Und wenn dann die ersten guten Ergebnisse erreicht wurden, steigt die Motivation Schritt für Schritt. So weckt ein guter Nachhilfelehrer gezielt das Interesse des Schülers auch eigenständig zu lernen. Zum Beispiel kann hier interessantes Unterrichtsmaterial hilfreich sein.

Die Dauer

Schon vor der ersten Stunde sollte der Nachhilfelehrer mit den Eltern des Schülers absprechen, wie oft der Unterricht in Zukunft stattfinden soll. Häufig findet er ein oder zwei Mal die Woche statt. Es ist aber auch möglich mehrere Tage im Block zu unterrichten, wenn gerade Ferien sind. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn der Schüler an einer Nachprüfung teilnehmen muss.

Nachbereitung

Nach jeder Stunde sollte der Schüler das Gelernte nach einmal zusammenfassen. Dies hilft ihm zu einen, die Inhalte besser zu verinnerlichen und zum anderen sieht der Lehrer, ob diese verstanden wurden. Und bei der nächsten Unterrichtsstunde sollte der Schüler dann noch einmal in eigenen Worten wiederholen, was in der letzten Stunde behandelt wurde. So werden die Inhalte aufgefrischt und sind wieder parat, sodass weitergearbeitet werden kann.

Regelmäßiges Wiederholen sorgt dafür, dass die Inhalte besser im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. So oft es geht, sollten praktische Beispiele genutzt werden, um dem Schüler das Lernen zu erleichtern. Denn wenn die Inhalte für ihn interessant sind, lässt er sich eher darauf ein und hat mehr Freude am Nachhilfeunterricht. Der Lehrer hingegen sollte ebenfalls nacharbeiten und die nächste Stunde an das Wissen und die Schwächen und Stärken des Schülers anpassen.

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